Verwaltungsrecht und Prozess

Fachzeitschrift der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew

Grußwort des Chefredakteurs

gol redDie juristische Fakultät der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew steht in der Nachfolge einer der ältesten Hochschuleinrichtungen in der Ukraine – der Universität des Heiligen Wolodymyr und bewahrt ihre besten Traditionen der juristischen Wissenschaft.

Das Ansehen der Fakultät steht mit den Namen von Rechtswissenschaftlern von Weltrang in Verbindung, unter ihnen der erste Dekan der juristischen Fakultät der Universität des Heiligen Wolodymyr, I.M. Danylowytsch, der letzte Rektor der Universität des Heiligen Wolodymyr J.W. Spektorskyj und viele andere berühmte Juristen und Rechtslehrer, die die universitäre Rechtswissenschaft geprägt haben.

Einen bedeutenden Beitrag steuerten die bekannten Vertreter der Polizeiwissenschaft  der Universität  M.H. Bunge, A.J. Antonowytsch, I.T. Tarasow bei.

In Anerkennung des unschätzbaren, doch leider wenig bekannten Erbes der Kyjiwer Rechtswissenschaft und im steten Bemühen um ihren Aufschwung gründet der Lehrstuhl für Verwaltungsrecht der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew die wissenschaftlich-praktische Zeitschrift „Verwaltungsrecht und Verwaltungsprozess“.

Die Zielsetzung der Zeitschrift ist es, die freie Information, die wissenschaftliche Aufarbeitung und praktische Umsetzung bester internationaler, europäischer und ukrainischer Tendenzen der verwaltungsrechtlichen Wissenschaft und die kritische Diskussion der Probleme bei der Anwendung von Verwaltungs- und Verwaltungsprozessrecht und der Verwaltungsrechtsprechtsprechung zu ermöglichen.

Die heutige ukrainische Gesellschaft braucht dringend eine gesetzliche Verankerung einen umfassenden und offenen sozialen Dialogs zwischen Mensch und Staatsmacht und die Ausarbeitung von rechtlichen Regelwerken für die Tätigkeit der öffentlichen Verwaltung.

Wie die Geschichte zeigt, war die Rechtswissenschaft stets die Avantgarde moderner gesellschaftlicher Prozesse, denn sie spielt die entscheidende Rolle bei der Begründung des Gegenstands und der Natur öffentlich-rechtlicher Beziehungen. Je ausführlicher und genauer es den Rechtwissenschaftlern gelingt, die richtungsweisenden Ideen der Zivilgesellschaft und des demokratischen Rechsstaates in die ukrainische Gesellschaft zu tragen, desto erfolgreicher und beständiger wird die Schaffung einer funktionierenden nationalen Gesetzgebung und der europäische Aufschwung der Ukraine sein. 

Seit der Unabhängigkeit der Ukraine  ist sie auf dem Wege der Herausbildung eines neuen Paradigmas der verwaltungsrechtlichen und verwaltungsprozessualen Wissenschaft und Rechts und ihrer gesellschaftlichen Bestimmung. Durch die Annahme der Verfassung der Ukraine hat sich das Verständnis des Verwaltungsrechts grundlegend verändert: die nationale Gesetzgebung wurde durch neue, grundlegende allgemein geltende Vorschriften bereichert und der Kreis der Beteiligten an verwaltungsrechtlichen und verwaltungsprozessualen Beziehungen erheblich erweitert.

Mit aufrichtiger Freude laden wir Wissenschaftler, Vertreter von Gerichten, der Strafverfolgungsorgane und anderer Staatsorgane, der örtlichen Selbstverwaltung, praktizierende Juristen und Studierende dazu ein, ihre wissenschaftlichen Beiträge auf den Seiten der Zeitschrift zu veröffentlichen.

Wir hoffen, dass die Zeitschrift „Verwaltungsrecht und Verwaltungsprozess“ nicht nur der Beleuchtung aktueller Entwicklungen auf dem Gebiet des Verwaltungs- und Verwaltungsprozessrechts dienen wird, sondern auch die Bereicherung dieser Rechtsgebiete mit neuen wissenschaftlichen Ideen sowie die Weiterentwicklung der nationalen Gesetzgebung und die Herausbildung einer einheitlichen verwaltungsrechtlichen Gerichtspraxis befördert.

 

І.S. Hrytsenko,
Dr. jur., Professor, Dekan der juristischen Fakultät der
Kiewer nationalen Taras-Schewtschenko-Universität

 

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